DSV
Sportbootführerschein (SBF) See
Der Unverzichtbare Bootsführerschein für die Teilnahme am Verkehr auf dem Meer mit mehr als 15PS Motorleistung.
Wer ein Boot führen möchte, das über einen Motor mit mehr als 15PS Leistung verfügt wird vom Gesetzgeber verpflichtet, dies nur nach dem Erwerb des SpoBo (SBF) See zu tun. Die theoretische und praktische Ausbildung des Sportbootführerscheinkurses vermittelt die seemännischen Grundkenntnisse.
Sinnvoll ist der Kurs allemal und der Sportbootführerschein (SBF) See ist der Anfang, um als Skipperin oder Skipper das eigene Boot zu führen. Das Meer hat keine Balken, Seefahrt ist immer ein dynamischer Prozess. Einfach mal am „Straßenrand“ anhalten geht in den wenigsten Fällen.
Auch stehen auf dem Meer keine Schilder, sondern bunte Tonnen, deren Bedeutung nicht ganz unwichtig ist. Wer wem wann warum ausweicht folgt auch ganz eigenen Regeln.
Und nachts wird es echt dunkel auf See und die Navigation erfolgt mit Hilfe von Lichtern, die mal leuchten und mal nicht.
Auch in der Seefahrt wird mit elektronischen Navigationshilfen gefahren. Aber trotzdem hilft es ungemein, die klassische Navigation mit Karte, Zirkel und Kursplotter oder Dreiecken zu können. Der regelmäßige Blick in die Papierseekarte hat schon manchen Unfall verhindert. Zum Beispiel bei der Frage, wie tief eigentlich das Wasser in der gewünschten Fahrstrecke ist. Reicht die nicht aus, sitzt man „auf Schiet“ und hat jede Menge Probleme am Hals.
Ich hoffe, diese kleine Beschreibung macht deutlich, dass es wirklich sinnvoll ist, dem Gesetz zu folgen und sich um einen Führerscheinkurs zum Sportbootführerschein (SBF) See zu bemühen. Es gibt viele Sportboot- und Segelschulen, die die – zugegebenermaßen manchmal trockenen – Lerninhalte kurzweilig unterrichten und viele Eselsbrücken haben, um das Merken leichter zu machen. Und Navigation zu können, ist auch im wirklichen Leben hilfreich.
Keine Zeit ist wirklich keine Ausrede mehr. Es gibt tolle Kursangebote von Sportboot- oder Segelschulen, die online Lernen mit und ohne Betreuung ermöglichen, Hybridkurse anbieten, oder Kompaktkurse im Angebot haben.
Wer die Prüfung zum SPoBo (SBF) See besteht, ist theoretisch gerüstet. Was die Praxis angeht, so möchte ich allen angehenden Skipperinnen und Skippern dringend ans Herz legen, entweder ein Privatcoaching auf dem eigenen Boot zu buchen, oder an einem Skippertraining teilzunehmen. Sucht dafür den Typ Boot aus, den Ihr später auch fahren wollt, denn das Manöververhalten verschiedener Boote ist sehr unterschiedlich.
Und wer den SBF nun ganz genau kennenlernen möchte, guckt hier:
Sportbootführerscheinverordnung:
Prüfungsfragen für den SBF See:
Sportbootführerschein (SBF) Binnen
Ohne den SBF Binnen geht auf Binnengewässern nichts, wenn mehr als 15PS Motorleistung das Boot antreiben.
So ein See wirkt erst einmal nicht weiter bedrohlich, das Land rundherum ist sichtbar und wenn man am Ufer steht, ziehen die Boote und Schiffe pittoresk an uns vorbei.
Wenn man sich mit einem Gefährt allerdings auf den See begibt, ergeben sich ganz andere Perspektiven. Das Wasser hat keine Balken und einfach anhalten ist gar nicht so einfach. Die Verkehrsteilnehmer scheinen ein Ballett aufzuführen, deren Choreographie man nicht kennt.
Kein Wunder also, dass der Gesetzgeber auch hier einen Bootsführerschein vorschreibt, wenn man ein Boot mit mehr als 15PS auf einem Binnenrevier fahren möchte. Kurse dafür gibt es bei Segel- und Sportbootschulen in der ganzen Republik. Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem Praxisteil.
Was bedeuten die bunten Tonnen, die im Grund verankert sind und die vielen Schilder, die am Ufer aufgestellt werden können? Wer weicht wem wann und warum aus? Wie geht Umweltschutz auf dem Wasser? Wo ist das Wasser tief genug, um dort zu fahren? Wo ist es verboten, zu fahren? Und welche Lichter sind nachts für die Navigation wichtig? Wer fährt auf einem Fluss auf welcher Seite und woran erkenne ich Untiefen?
All das sind spannende Fragen, deren Antwort im Kurs für den Sportbootführerschein (SBF) Binnen warten. Angebote gibt es sehr viele und bestimmt auch die passende Kursform für Dich. Präsenzkurse, Hybridangebote, online Lernen oder Kompaktkurse – alles ist möglich.
Und wenn die Prüfung zum Sportbootführerschein (SBF) Binnen bestanden ist, seid Ihr theoretisch gut gerüstet. Falls Ihr keine vorherigen Erfahrung mit dem Boot fahren habt, aber selbstständig fahren wollt, dann ist dringend weitere Praxis erforderlich. Bitte sucht Euch einen Privatcoach für Euer Boot oder nehmt an einem Skippertraining für Euren Bootstyp und die passende Antriebsart teil. Denn gerade das An- und Ablegen ist oft nicht so einfach. Hat man die Tricks gelernt, fühlt man sich in der herausfordernden Situation sicherer.
Hier ist der Fragenkatalog zu finden:
Die Sportbootführerscheinverordnung steht hier:
Sportküstenschiffer (SKS):
Nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber amtlich und empfehlenswert – für diejenigen, die Yachten segeln möchten. Und sehr beruhigend für Vercharterter, wenn mind. eine Person an Bord ihn hat. Er befähigt, in Küstennähe eine Segelyacht zu segeln, Schifffahrtsrecht korrekt anzuwenden, die Navigation auch ohne elektronische Hilfe zu bewältigen und Seemannschaft zu leben.
Wer die kommerzielle Nutzung eines Sportbootes im Küstenbereich (12sm) anstrebt, muss den Sportküstenschiffer besitzen.
Also ran an den Kurs zum Sportküstenschiffer (SKS), auch hier gegliedert in Theorie und Praxis.
Ist der SBF See geschafft und die Prüfung noch nicht so lange her, ist der Aufwand für die theoretische Prüfung zum Sportküstenschiffer (SKS) überschaubar. Ja, es ist Arbeit und bedeutet erneut Lernerei, aber vieles (von dem man erst einmal glaubt, es nie wieder zu brauchen) hat man noch im Gedächtnis.
Die Navigation wird um die Tide bereichert und die Aufgaben kniffeliger, als beim SBF. Da sitzt man so manche Stunde, um alle Kartenaufgaben vor der Prüfung zum SKS mindestens einmal gemacht zu haben. Der Vorteil bei dieser theoretischen Prüfung ist, dass die Kartenaufgabe und der Fragebogen getrennt beurteilt werden. Wenn also ein Teil nicht bestanden wurde, muss auch nur dieser wiederholt werden.
Das wirklich Spannende ist aber die Praxis, denn im SKS geht es endlich um das Segeln eine Yacht. Hier werden die Grundlagen des Segelns erlernt, Manöver geübt und alle prüfungsrelevanten Inhalte so lange wiederholt, bis sie sitzen.
Voraussetzung für die SKS Prüfung sind 300sm, die vor der Prüfung gesegelt worden sein müssen. Entscheidend ist nur die Zahl, nicht was Ihr während der 300sm gemacht habt. Man kann sie auch mit Cocktail in der Hand in der Hängematte verbringen, was jedoch wenig empfehlenswert ist.
Wenn es Euch aber ernst ist und Ihr den SKS macht, um später einmal selber zu skippern, dann bitte ich Euch, vor Buchung eines Prüfungstörns schon einige Segeltörns absolviert zu haben. Am Besten in dem Revier, in dem Ihr später segeln möchtet. Sucht zum Beispiel unter Mehrwerttörns, nehmt Kontakt mit den Anbietern auf und fragt, ob der Skipper oder die Skipperin Lust haben, auszubilden und Euch aktiv mit einzubinden.
Du wohnst weit weg von der See? Dann such den nächsten Tümpel, Talsperre oder See und Menschen, Verein oder Segelschule, die Dir das Jollensegeln beibringen. Wer das kann, hat es auf der Yacht später leichter.
Nun kommt der Prüfungstörn zum SKS an dessen Ende die Prüfung steht. Hier ist es Eure Entscheidung, wie umfänglich die Ausbildung wird. Ein sehr kurzer Törn kann nur die Prüfungsmanöver vermitteln. Investiert Ihr mehr Zeit und sucht den passenden Anbieter aus, dann wir auch mehr angeboten. Vielleicht mal eine Nachtfahrt, viel An- und Ablegen und ausführliche Navigation können nie schaden.
Mit bestandener Prüfung bist Du dem Skipperdasein ein Stück näher gekommen. Meine Empfehlung ist jedoch, vor dem ersten eigenen Skippern noch ein Skippertraining und/oder Hafenmanövertraining in Deinem bevorzugten Segelrevier zu absolvieren. Am besten auf der Schiffsgröße, die Du selber später fahren möchtest. Es macht auch wenig Sinn, mit 8 Leuten an Bord zu üben, wenn Du später zu zweit segeln möchtest. Auch hier gibt es natürlich die Möglichkeit, einen Privatcoach auf das eigene Boot zu bitten. Oder die ersten Tage der ersten eigenen Charter mit Skipper an Bord zu verbringen und dann das Gelernte selber weiter zu verfestigen.
Sicher ist, das erste Mal Skipper sein ist extrem aufregend!
Den Fragenkatalog zur theoretischen Prüfung des Sportküstenschifferscheines findet Ihr hier:
Weiter Infos zur Prüfung gibt es hier:
Sportseeschiffer (SSS)
Der Bootsführerschein für Seglerinnen und Segler, die alles etwas genauer wissen wollen. Wetterkunde, um zum Beispiel auch die Wettersysteme des Mittelmeeres verstehen zu lernen, Navigation für alle Lebenslagen bis zu 30sm von der Küste entfernt, Seemannschaft für Fortgeschrittene und Schifffahrtsrecht sind die theoretischen Anteile.
In der Praxis wird das Radar in die Navigation eingebunden und der Prüfling muss die Beherrschung der Yacht auch in kniffeligen Situationen nachweisen.
Der Sportseeschiffer ist für kommerziell fahrende Skipperinnen und Skipper vorgeschrieben, die über die 12sm der Küstenschifffahrt hinaus bis zu 30sm vor der Küste mit Gästen oder zur Ausbildung anderer segeln möchten.
Die theoretische Prüfung zum Sportseeschiffer beinhaltet die 4 Teilprüfungen Wetterkunde, Schifffahrtsrecht, Seemannschaft und Navigation. Diese können als Einzelprüfungen abgelegt werden. In allen vier Fällen geht die Theorie viel mehr in die Tiefe, als beim SKS. Ziel des Sportseeschiffers ist, die Fähigkeit zum Führen einer Yacht in allen Lebenslagen zu vermitteln.
Niemand muss sich diese Kenntnisse selber aneignen, viele Segelschulen bieten Kurse zum Sportseeschiffer (SSS) an. Manche sind modular aufgebaut, so dass man genau das buchen kann, was man möchte. Oder es wird ein gesamter Kurs gewählt, um auch alle Teilbereiche für die Prüfung vermittelt zu bekommen.
Vor der Praxisprüfung zum SSS liegt der Nachweis von 1000sm, die nach dem SBF See gesegelt werden müssen, entweder als Wachführer, oder dessen Vertreter. Die Alternative sind 700sm auf Yachten nach Erwerb des SKS. Es zählen nur Meilen aus dem Seebereich, nicht auf Binnenwasserstraßen.
Meine Empfehlung ist, diese selber als Coskipper oder Skipper auf – wenn möglich - unterschiedlichen Booten und mit verschiedener Crew zu tun. Und natürlich im dem oder den Fahrtgebiet/en, die Euch interessieren. Auch hier bietet sich die Teilnahme an guten Kojenchartertörns mit ausbildungswilligen Skippern an.
Es ist übrigens kein Problem, sich selber die Seemeilen zu bestätigen, jedoch kann die Prüfungskommission Einsicht in die dazugehörigen Logbücher fordern. Wer die Zeit zwischen SKS und Sportseeschiffer als Lehrjahre betrachtet und unterschiedliche Erfahrungen sammelt, hat am Ende nicht nur einen Schein mehr, sondern kann den Sportseeschiffer mit Stolz vorzeigen.
Und hier die genauen Infos zum Sportseeschiffer (SSS):
Details zur Prüfung gibt es hier:
Sporthochseeschiffer (SHS)
Wenn es in die ganze Welt hinaus gehen soll, Ozeane gequert und auch nach Sternen navigiert werden soll, dann ist der SHS der Schein der Wahl.
Für kommerziell fahrende Skipperinnen und Skipper im weltweiten Einsatz ist der Sporthochseeschiffer (SHS) Pflicht.
Stell Dir vor, Du bist auf hoher See und alle Elektronik fällt aus. Dann kommt die Stunde der Astronavigation, der Sextant wird aus seiner Kiste geholt, die nautische Literatur dazu bereit gelegt und die Position mit ihrer Hilfe bestimmt. Wer den Sextanten erfolgreich handhabt, kann sich unseren Vorfahren auf dem Meer näher fühlen. Es ist ein sehr befriedigendes Gefühl, wenn man die Astronavigation auf einem Törn übt und sich so langsam an die vom GPS angezeigte Position heran arbeitet. Auch die Astronavigation erfordert viel praktische Anwendung, bevor sie sicher beherrscht werden kann. Die erste Winkelmessung mit Sextant an Bord eines Segelschiffes auf hoher See war für mich eine sehr amüsante und unerwartete Erfahrung.
Selbstverständlich stehen auch hier die Segelschulen mit Kursen parat und bieten Euch viele Möglichkeiten, an die theoretischen Kenntnisse zu kommen.
In der Ausbildung zum Sporthochseeschiffer geht es in allen Prüfungsthemen – Wetterkunde, Schifffahrtsrecht, Navigation und eine mündliche Prüfung – vor allem darum zu demonstrieren, für die weltweite Fahrt gerüstet zu sein. Internationales Seerecht gehört ebenso dazu, wie die Kenntnis weltweiter Wettersysteme, z.B. Wirbelstürme. Im mündlichen Teil geht es um Yachthandling und die praktische Demonstration zur Astronavigation. Eine praktische Prüfung an Bord einer Yacht findet nicht statt.
Prüfungsvoraussetzung sind 1000sm nach dem Erwerb des SSS, davon mind. 500 vor der ersten Teilprüfung. Die Funktion, die man an Bord mind. ausgefüllt haben muss, ist Wachführer.
Die Teilprüfungen zum Sporthochseeschiffer (SHS) können einzeln abgelegt werden.
Zu den Prüfungsdetails geht es hier:

